21 neue Stätten auf der UNESCO-Welterbeliste
© UNESCO | Michel Ravassard, Reinhard Roseneck, Robert de Jong, Hervé Douris
15 Fotos: 5 neue Stätten in Europa
Paris, 2. August 2010
Das Welterbekomitee der UNESCO hat auf seiner 34. Tagung vom 25. Juli bis 3. August 2010 in Brasília insgesamt 21 Stätten neu in die Liste des Welterbes aufgenommen und sieben schon anerkannte Stätten erweitert, darunter aus Deutschland die Oberharzer Wasserwirtschaft als Erweiterung der Welterbestätte "Bergwerk Rammelsberg und Altstadt von Goslar". Heute endeten die Beratungen des Komitees zu den Neueinschreibungen in die Liste des Weltkultur- und -naturerbes. Von den Neuaufnahmen zählen 15 zum Kulturerbe, fünf zum Naturerbe und eine sowohl zum Kultur- als auch zum Naturerbe. Das Schutzgebiet Ngorongoro in Tansania, das seit 1979 zum Weltnaturerbe gehört, wurde zusätzlich unter kulturellen Kriterien anerkannt. Damit stehen weltweit 911 Stätten auf der UNESCO-Welterbeliste: 704 Kulturerbestätten und 180 Naturerbestätten, 27 Stätten zählen sowohl zum Kultur- als auch zum Naturerbe. Drei Länder sind jetzt erstmals in der UNESCO-Liste des Welterbes vertreten: Kiribati, die Republik Marshallinseln und Tadschikistan. Von den 187 Vertragsstaaten der UNESCO-Konvention zum Schutz des Kultur- und Naturerbes sind jetzt 151 auf der Welterbeliste repräsentiert. In diesem Jahr lagen dem Welterbekomitee 39 Nominierungen vor, einschließlich 9 Erweiterungen.
Die 15 neuen Kulturerbestätten:
Die fünf neuen Naturerbestätten:
Eine neue Kultur- und Naturerbestätte:
Sieben Welterbestätten wurden erweitert:
Weitere Entscheidungen:
Vier Stätten wurden neu in die "Liste des gefährdeten Welterbes" aufgenommen: die Bagrati-Kathedrale in Kutaissi und das Kloster Gelati in Georgien, die Regenwälder von Atsinanana in Madagaskar, die Gräber der Buganda-Könige in Kasubi, Uganda, und der Nationalpark Everglades in den USA. Eine Stätte konnte von der Liste des bedrohten Welterbes gestrichen werden: die Galapagos-Inseln in Ecuador. Auf der Liste des gefährdeten Welterbes stehen jetzt insgesamt 34 Welterbestätten.
Deutschland ist mit 33 Stätten auf der UNESCO-Liste des Welterbes vertreten.
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